Kinderintensivpflege – geborgen zu Hause versorgt
Wenn ein Kind auf intensive pflegerische Versorgung angewiesen ist, ist das für die ganze Familie eine tiefe Zäsur. Die außerklinische Kinderintensivpflege macht es möglich, dass betroffene Kinder nicht dauerhaft in der Klinik bleiben müssen, sondern geborgen im eigenen Zuhause aufwachsen – fachlich sicher begleitet.
Lesezeit ca. 6 Minuten · Intensivpflege Plus, Maintal · Rhein-Main-Gebiet
Was umfasst die Kinderintensivpflege?
Die Kinderintensivpflege richtet sich an Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit hohem, oft dauerhaftem Versorgungsbedarf – etwa bei künstlicher Beatmung, einem Tracheostoma, nach Frühgeburt oder bei angeborenen bzw. neurologischen Erkrankungen. Speziell geschulte Pflegefachkräfte überwachen die Vitalfunktionen, bedienen die Geräte, versorgen das Tracheostoma und reagieren sicher auf Veränderungen – abgestimmt auf das Alter und die Bedürfnisse des Kindes.
Warum die Versorgung zu Hause?
Kinder entwickeln sich am besten in einer vertrauten, liebevollen Umgebung. Zu Hause können sie bei ihrer Familie sein, mit Geschwistern aufwachsen und – soweit möglich – am normalen Kinderleben teilhaben. Eine 1:1-Versorgung durch examinierte Fachkräfte macht dies auch bei hohem medizinischem Bedarf sicher möglich und entlastet zugleich die Eltern.
Einfühlsam und familienorientiert
Kinderintensivpflege ist mehr als Medizintechnik. Sie bedeutet, das Kind in seiner Entwicklung zu fördern, die Eltern anzuleiten und die ganze Familie zu entlasten. Feste Bezugspflegekräfte schaffen Vertrauen – für das Kind ebenso wie für die Eltern, die sich darauf verlassen können, dass ihr Kind rund um die Uhr in guten Händen ist.
Die ganze Familie im Blick
Gute Kinderintensivpflege bezieht die Eltern und Geschwister ein, respektiert den Familienalltag und gibt Eltern die Sicherheit, auch einmal durchatmen zu können.
Welche Voraussetzungen gelten für die Kinderintensivpflege?
Ob und in welchem Umfang eine außerklinische Kinderintensivpflege möglich ist, entscheiden die behandelnden Kinderärztinnen und -ärzte gemeinsam mit der Krankenkasse. Wir begleiten Familien von Anfang an: Wir klären die Kostenübernahme, organisieren die notwendigen Hilfsmittel und stellen ein speziell geschultes Pflegeteam zusammen, das zum Kind und zur Familie passt.
Häufige Fragen
Kann mein Kind trotz Intensivpflege am normalen Alltag teilnehmen – zum Beispiel in Kita oder Schule? In vielen Fällen ist eine Teilhabe am Familien- und Alltagsleben möglich. Ob und in welchem Umfang der Besuch von Kita oder Schule in Frage kommt, hängt vom Gesundheitszustand und der Grunderkrankung des Kindes ab und wird ärztlich beurteilt. Wo es medizinisch vertretbar und organisatorisch vorgesehen ist, kann eine Pflegekraft das Kind auch außerhalb des Zuhauses begleiten. Wie werden Eltern und Familie eingebunden? Die Pflegekräfte übernehmen die medizinische Versorgung des Kindes und tragen dafür die Verantwortung. Eltern werden auf Wunsch angeleitet und Schritt für Schritt mit der Versorgung vertraut gemacht – so viel, wie sie möchten, ohne überfordert zu werden. Ziel ist, der Familie Sicherheit zu geben und den Alltag zu entlasten. Wird die altersgerechte Entwicklung des Kindes berücksichtigt? Ja. In der 1:1-Versorgung wird neben der medizinischen Betreuung auf einen kindgerechten Alltag mit Spiel, Zuwendung und Ruhephasen geachtet. Fördernde und therapeutische Maßnahmen (z. B. Physio-, Ergo- oder Logotherapie) erfolgen nach ärztlicher Verordnung und in Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Werden Geschwisterkinder und der Familienalltag mitgedacht? Unsere Versorgung ist familienorientiert und nimmt die ganze Familie in den Blick. Abläufe werden so weit wie möglich an den Alltag der Familie angepasst, damit auch Geschwisterkinder und das gewohnte Zuhause nicht zu kurz kommen.
Beratung für das Rhein-Main-Gebiet
Braucht Ihr Kind eine außerklinische Intensivpflege zu Hause? Wir begleiten Ihre Familie einfühlsam und fachkundig im Rhein-Main-Gebiet. 01520 6475207 · info@intensivpflege-plus.de